Ein digitaler Notfallplan beantwortet drei Fragen: Welche Konten und Daten sind unverzichtbar? Wer darf im Notfall handeln? Wo liegen die notwendigen Informationen sicher? Er ist kein unverschlüsseltes Passwortverzeichnis.
1. Eine Vertrauensperson bestimmen
Wähle eine Person, die organisatorisch und emotional in der Lage ist, Aufgaben zu übernehmen. Besprich, welche Wünsche gelten und wo der Plan liegt. Für geschäftliche Systeme kann eine andere Vertretung sinnvoll sein als für private Fotos oder Nachrichten.
2. Kritische Konten erfassen
Beginne mit der primären E-Mail-Adresse, Apple-/Google-/Microsoft-Konto, Mobilfunk, Banking, Cloudspeicher, Domain und Hosting. Notiere Anbieter, Zweck und Wiederherstellungsweg – nicht das Passwort.
3. Zugang sicher organisieren
Passwörter gehören in einen Passwortmanager. Wiederherstellungscodes sollten getrennt davon offline oder verschlüsselt aufbewahrt werden. Der Notfallplan verweist auf diese Orte und dokumentiert Berechtigungen.
4. Geräte und Backups berücksichtigen
Eine Vertrauensperson muss wissen, welche Geräte relevant sind, ob sie verschlüsselt sind und wie Daten wiederhergestellt werden. Teste mindestens einmal eine Datei aus dem Backup. Ein grünes Backup-Symbol ist noch kein Wiederherstellungsnachweis.
5. Wünsche festhalten
Bestimme, was mit Social-Media-Konten, Fotos, Domains, Abonnements und geschäftlichen Daten geschehen soll. Rechtliche Vollmachten oder erbrechtliche Fragen sollten mit qualifizierter Beratung geklärt werden.
6. Jährlich prüfen
Zwanzig Minuten pro Jahr reichen häufig: neue Konten ergänzen, alte Geräte entfernen, Vertrauensperson bestätigen und Wiederherstellung testen.
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