Zum digitalen Nachlass gehören nicht nur soziale Netzwerke. Auch E-Mail-Konten, Abonnements, Domains, Cloudspeicher, digitale Fotos, Geräte und online geschlossene Verträge können nach einem Todesfall relevant werden. Eine gute Vorsorge beginnt deshalb mit einem vollständigen Überblick.
Die wichtigsten Bereiche
- Zentrale E-Mail-Adresse und Mobilfunkvertrag
- Apple-, Google- oder Microsoft-Konto
- Soziale Netzwerke und Messenger
- Cloudspeicher, Fotos und Dokumente
- Abonnements, Mitgliedschaften und Shops
- Domains, Hosting und geschäftliche Dienste
- Geräte, Datenträger und Backups
- Hinweise auf digitale Vermögenswerte
Nicht das Passwort, sondern den Zugangsweg dokumentieren
Eine unverschlüsselte Passwortliste schafft ein neues Risiko. Dokumentiere stattdessen, welcher Passwortmanager verwendet wird, ob ein Notfallzugang eingerichtet ist und wo ein versiegelter oder professionell verwahrter Wiederherstellungsweg liegt.
Wünsche für jeden Dienst festlegen
Bestimme, ob ein Konto gelöscht, gekündigt, archiviert, übertragen oder in einen Gedenkzustand versetzt werden soll. Anbieterregeln und rechtliche Berechtigungen können sich unterscheiden.
Österreichische Besonderheiten
Der digitale Nachlass kann Teil der Verlassenschaft sein. Eine organisatorische Liste ersetzt jedoch weder Testament noch Vorsorgevollmacht. Verbindliche Regelungen sollten mit Notar oder Rechtsanwalt abgestimmt werden.
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